
Referenzcode
Beschreibung
In diesem Papier, dem letzten Kapitel eines Buches über die Moderne aus dem Jahr 1848/49, wird der Abschnitt über die europäischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts in der Dauerausstellung des Hauses der europäischen Geschichte vorgestellt. Darin werden die wichtigsten Themen und Objekte der Fachgruppe sowie ihre dramaturgische Struktur und die ihr zugrunde liegenden nationalen Narrative dargelegt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der wissenschaftlichen Forschung, dem didaktischen Ansatz und der Darstellung von Strategien zur Darstellung europäischer Revolutionen, die sich zwar in Bezug auf Ursprung, Ziele und Ergebnisse unterscheiden, aber auch erhebliche Ähnlichkeiten aufweisen. Die in der Ausstellung behandelten Revolutionen konzentrierten sich weitgehend auf den Kampf für die nationale Unabhängigkeit, die Bildung geeinter Nationalstaaten, die Durchsetzung bürgerlicher und politischer Rechte, die Schaffung liberaler Verfassungs- und Rechtssysteme und die Verbesserung der sozialen Bedingungen. Leitgedanke dieses Abschnitts ist der Begriff des „politischen Wandels“, der sowohl für die einzelnen Revolutionen gilt, die als transnationale Ereignisse verstanden werden, als auch für das gesamte 19. Jahrhundert, das als eine Zeit des politischen Wandels betrachtet wird, in der Europa in die Moderne eingetreten ist.
Wissenschaftliche Referenz
Perikles Christodoulou, „Das revolutionäre 19. Jahrhundert im Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel: Narrativ, Kontext, Objekte“, in A. Bartuschka – B. Bublies-Godau – E. Thalhofer – K. Wolff – D. Linnemann (Hrsg.), Die Modernität von 1848/49. Ambivalente Aufbrüche und neue Zugänge zur Revolution, Vormärz-Studien XLVIII (Bielefeld 2025), S. 429-442.