Projektergebnisse

Von Thessaloniki in Griechenland über Sofia in Bulgarien, Budapest in Ungarn und Gdańsk in Polen bis nach Kristianstad in Schweden begrüßte Fake for Real insgesamt 43.675 Besucherinnen und Besucher. Mehr als 460 Schulklassen nahmen an interaktiven Bildungsprogrammen teil, an denen über 9.500 Schülerinnen und Schüler mitwirkten. Ergänzt wurde das Angebot durch ein vielfältiges Programm mit Führungen und öffentlichen Veranstaltungen, das von den fünf gastgebenden Einrichtungen organisiert wurde. Die Wanderausstellung stieß zudem auf großes Medieninteresse und erzielte in den fünf Ländern mehr als 120 Medienbeiträge. Jede gastgebende Einrichtung bereicherte die Ausstellung um eine Fallstudie mit lokalem Bezug sowie um Objekte aus ihren eigenen Sammlungen. In einer Zeit, in der Desinformation in Europa zunehmend verbreitet ist, half die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern, die Mechanismen zu verstehen, durch die falsche und irreführende Inhalte erstellt, verbreitet und schließlich aufgedeckt werden.

Was wird gezeigt?

Jede Fallstudie erzählt eine Geschichte von Fälschung und Täuschung: von der angeblichen Konstantinischen Schenkung über manipulierte Biografien mittelalterlicher christlicher Heiliger bis hin zu gefälschten Kunstwerken oder nachgeahmten Konsumgütern. In der Ausstellung wird eine breite Palette an verschiedenen Gegenständen, Kunstwerken, Bildern und historisch bedeutsamen Dokumenten gezeigt, Landkarten von imaginären Landschaften, Abhandlungen über Hexerei und gefälschte Beweisstücke, anhand derer ein französischer Artillerie-Hauptmann der Spionage beschuldigt wurde – die Angelegenheit ging als „Dreyfus-Affäre“ in die Geschichte ein. Der letzte Teil der Ausstellung mit dem Titel „Die Ära des Postfaktischen?“ ist ein interaktiver Raum mit Spielen und Videos, in dem die Besucherinnen und Besucher Fakten überprüfen und entscheiden können, welche Meldungen veröffentlicht oder zensiert werden sollen, und auch die Möglichkeit haben, die Wirkung einer innovativen „Filterblase“ auszuprobieren, um mehr über die Funktionsweise der sozialen Medien zu erfahren. Die Ausstellung endet mit einer interaktiven Zeitleiste über russische Desinformation und einer immersiven künstlerischen Installation über dasselbe Thema im Kontext des aktuellen Krieges. Alle Ausstellungsstücke zeigen etwas Bedeutsames und Einzigartiges zu der Frage, wie unsere Sichtweise auf die Welt geprägt wird und der Wunsch entsteht, Ereignisse bewusst falsch darzustellen.

Besuchererfahrung

In der Ausstellung drängt sich die Frage nach den Techniken des Lügens, Täuschens und der Fälschungen und nach den Gründen dafür auf. Außerdem wird erklärt, dass mit kritischem Denken, Wissenschaft oder schlichter Neugier diese Fälschungen letztendlich entlarvt werden können. „Fake for Real“ bietet Einblicke in verschiedene Bedeutungen von Wahrheit, Fälschung und Beweis im Laufe der Jahrhunderte.

Motive und Vorgehensweisen der Betrüger und Fälscher sind stark von den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten geprägt. Die menschliche Veranlagung, Lügengeschichten Glauben zu schenken, und die Ziele derjenigen, die ihre Mitmenschen betrügen, sind jedoch universell. Deshalb zählen die Förderung der Medienkompetenz, die Stärkung des kritischen Denkens durch historische Beispiele und Tipps, wie Desinformation heutzutage bekämpft werden kann, zu den Hauptzielen der Ausstellung.

Pressemitteilungen

Veranstaltungsorte

  1. Teloglion Stiftung für schöne Künste

    Thessaloniki, Griechenland

    02/02/2024 - 16/06/2024

  2. Nationales Ethnographisches Museum

    Sofia, Bulgarien

    16/07/2024 - 20/10/2024

  3. Open Society Archive

    Budapest, Ungarn

    19/11/2024 - 16/02/2025

  4. Museum des Zweiten Weltkriegs

    Danzig, Polen

    30/07/2025 – 02/11/2025

  5. Regionalmuseum Skåne

    Kristianstad, Schweden

    10/12/2025 - 06/09/2026

Galerie