
- Veranstaltungstermine
- 30 Mai 2024, 19.30-21.00 (CEST)
- Standort
- House of European History, Rue Belliard / Belliardstraat 135, 1000 Brussels, Belgien
Am Donnerstag, den 30. Mai von 19.30 bis 21.00 Uhr, organisiert das Haus der Europäischen Geschichte in Zusammenarbeit mit DeBuren und Europahuis einen runden Tisch zum Thema EU-Erweiterung 2030.
Was sind die Hauptargumente für und gegen die Erweiterung und wie positionieren sich verschiedene Länder, darunter die Niederlande und Belgien, in dieser Debatte?
In welchem Zeitrahmen ist der Beitritt neuer Mitgliedsstaaten wünschenswert und realistisch? In welchem Verhältnis stehen die Beitrittskriterien zu dem Interesse der EU an einer Erweiterung: Sind die Bedingungen zu streng oder einfach nicht streng genug? Was können wir aus der Geschichte der Erweiterung lernen? Wie haben sich die Erweiterungsgespräche während der belgischen Präsidentschaft entwickelt?
Diese Fragen werden mit einer Gruppe von Experten aus den Niederlanden, Belgien und Rumänien erörtert:
Wouter Zweers
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Clingendael-Institut
Corina Stratulat
PhD, stellvertretender Direktor und Leiter des Programms für europäische Politik und Institutionen am European Policy Centre
Lien Jansen
Doktorandin am Institut für öffentliche Verwaltung der KU Leuven
Registrieren & Führungen
Buchen Sie Ihr Ticket für die Debatte über die deBuren-Website.
Vor der Debatte bietet das Haus der Europäischen Geschichte von 18.30 bis 19.15 Uhr eine spezielle Führung zum Thema EU-Integration an. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte online an.
Die Podiumsdiskussion und die Führung werden auf Englisch stattfinden.
Hintergrundinformationen
EU-Ratspräsident Charles Michel sorgte 2023 für Aufsehen, als er sagte, die Union solle bis 2030 bereit sein, neue Mitgliedstaaten aufzunehmen. Für die einen mag die EU-Erweiterung aus geopolitischer Sicht eine einfache Entscheidung sein, für die anderen ist die Erweiterung aufgrund der inneren Situation Europas ein weit weniger logischer Schritt. Auf der einen Seite werden Rufe nach einer Reform der Union laut, auf der anderen Seite weht in vielen Mitgliedstaaten ein national orientierter politischer Wind.
Am 1. Mai 2024 wird es genau 20 Jahre her sein, dass die Europäische Union um 10 neue Mitgliedstaaten erweitert wurde. In den letzten Jahren war die Debatte über die Erweiterung auf einem Tiefpunkt, obwohl sich sieben Länder im Wartesaal befinden. Doch seit dem Krieg in der Ukraine und dem Beitrittskandidaten des angeschlagenen Landes ist die Diskussion wieder sehr lebendig. Umfragen zufolge werden die Europawahlen (6.-9. Juni) zu einer deutlich veränderten politischen Zusammensetzung des Europäischen Parlaments führen. Welchen Einfluss könnte dies auf den Fortschritt der Erweiterung haben?